Hamburger Hafen Geschichte

Der größte Seehafen Deutschlands stellt sich vor und erzählt von der Hamburger Hafen Geschichte.

Hamburger Hafen
Hamburger Hafen

Die Anfänge der Geschichte

Im 9. Jahrhundert lag der Hafen nicht an der Elbe, sondern an einem Mündungsarm der Bille zur Alster.

Die ersten Handelsschiffe legten hier an. Ab dem 12 Jahrhundert legte die Bevölkerung unter Herzog Ordulf ein künstliches Hafenbecken nahe der Alster an. Es wurde bei der Sturmflut vollständig zerstört.

Gegen Ende des 12. Jahrhunderts wurde an der Westseite der Alster eine Neustadt gegründet als Abgrenzung zur Altstadt am östlichen Ufer. K

aufleute und Handwerker wurden im Rahmen eines Wirtschaftsprogrammes verpflichtet, einen neuen Hafen zu bauen, der einen schiffbaren Zugang zur Nordsee hat.

Hamburger Hafen Skyline
Hamburger Hafen Skyline

1189 erhielt die Siedlung Stadtrecht und die Gründung des Hafens war am 7. Mai 1189. Kaiser Friedrich Barbarossa gewährte den Hamburgern Zollfreiheit vom Meer bis in die Stadt.

Dieser Hafengeburtstag wird heute immer noch groß gefeiert.

Im 14. Jahrhundert musste der Hafen erweitert werden, da die Alster durch Aufstauungen immer weniger Wasser hatte.

Der Umschlagplatz lag im Binnenhafen zwischen Kajen/Hohe Brücke und Kehrwieder.

Gesichert wurde die Anlage durch den Niederbaum, der aus vertäuten Stämmen bestand und bei Gefahr einen Baumwall bildete.

Die damaligen Waren.

Die Güter, mit denen gehandelt wurden, stellten sich sehr unterschiedlich dar. Die Schifffahrtswege wurden bis Südeuropa, London und Skandinavien erweitert.

Bier aus Skandinavien, Tuche aus Belgien, Wein und Meersalz aus Frankreich gehörten zu den beliebtesten Exportgütern.

Später kam noch der Gewürzhandel dazu. Das Löschen der Ladung, sowie der Ankerplatz der Schiffe wurden vom Hafenmeister genau vorgeschrieben.

Ballastabwurf und Abfallbeseitigung unterlagen strengen Kontrollen. Bei Nichtbeachtung drohten erhebliche Bußgelder.

Containerschiff
Containerschiff

Geschichte des Hamburger Hafen in der Hansezeit und die frühe Neuzeit

Die Hamburger Kaufleute schlossen sich der Kaufmannhanse an, da es einige Vorteile von den Hansekontoren gab.

Teilweise wurden Fahrten zu günstigen Tarifen angeboten. 1619 wurde die Hamburger Bank und 1623 die Hamburgische Admiralität gegründet. Diese sollte die Schiffe vor Piraten schützen.

Anfang des 18. Jahrhunderts wuchs der Wohlstand der Stadt durch den Handel. Viele Länder pflegten diplomatische Verbindungen, die nützlich waren.

Später kamen die Güter der Kolonien dazu. Gewürze, Zucker oder Elfenbein waren sehr beliebt.

Der technische Fortschritt sorgte noch einmal in der Hamburger Hafen Geschichte für Aufwind.

Brücke am Hamburger Hafen
Brücke am Hamburger Hafen

Die Schiffsmotoren wurden verbessert und der Bau der Eisenbahn sorgte für große Erleichterungen.

Der Handel mit Westindien und Ostafrika nahm zu. Kaffee wurde in großen Mengen importiert, ebenso Zucker oder Elfenbein.

Nach dem Deutsch-Französischen Krieg sollte die bisher freie Reichsstadt dem Zollverein beitreten.

Nach zähen Verhandlungen ergab sich folgendes: Hamburg verliert seinen Status als zollfreies Staatsgebiet.

Containerhafen Hamburg Luftaufnahme
Containerhafen Hamburg Luftaufnahme

Ein Teilgebiet sollte als Freihafen deklariert werden. So blieben der Umschlagplatz und die Lagerung weiterhin zollfrei.

Nun begann der Bau der Speicherstadt. Es musste ein Gebiet erbaut werden, dass innerhalb der Freihandelszone lag und nicht weit weg von der Innenstadt.

2009 wurde vom Senat die Auflösung des Freihafens beantrag, welche 2013 dann wirksam wurde.

1967 begann das Containerzeitalter und heute gehört Hamburg nach Rotterdam und Antwerpen zum drittgrößten Containerhafen.

Der Personennahverkehr auf den Fährschiffen gehört zu den bevorzugten Beförderungen. Für die Besucher werden Hafenrundfahrten zu allen Sehenswürdigkeiten angeboten.

Eine schöne Dokumentation hat der NDR erstellt.

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